Mentale Gesundheit

Mentale Gesundheit bedeutet, dass es unserem Denken, Fühlen und Verhalten gut geht. Es ist ein Zustand, in dem wir uns innerlich wohlfühlen, mit Stress umgehen können, gute Beziehungen haben und unseren Alltag gut meistern können.


Man braucht mentale Gesundheit, damit man:

  • sich wohlfühlt – also nicht ständig traurig, ängstlich oder überfordert ist,
  • gut mit anderen auskommt, zum Beispiel mit Familie, Freunden oder in der Schule/Arbeit,
  • Probleme lösen kann, auch wenn es mal schwierig wird,
  • Lust und Energie hat, Dinge zu tun, die einem wichtig sind oder Spass machen,
  • und sich selbst akzeptieren kann, so wie man ist.

Mentale Gesundheit ist also genauso wichtig wie körperliche Gesundheit – beides gehört zusammen, damit man sich insgesamt gut fühlt und gesund bleibt.

Niemand von uns ist unverwundbar.

Zahlen & Fakten

Aus den Statistiken der Jahre 2020-2024 in der Schweiz:

Knapp zwei Drittel der jungen Frauen zwischen 15 und 24 Jahren zeigen leichte bis schwere depressive Symptome.

23% aller erwerbstätigen Personen fühlen sich gestresst.

Beinahe ein Drittel der Erwerbstätigen (28,7%) ist emotional erschöpft.

Jüngere Erwerbstätige sind eher von Stress betroffen als ältere Personen.

Unternehmen mit einem Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) haben einen Viertel weniger gestresste Mitarbeitende.

Was ist eigentlich ein Burnout?

Ein Burnout ist ein Zustand, in dem man sich völlig erschöpft, ausgebrannt und überfordert fühlt – körperlich, emotional und mental. Es passiert oft, wenn man über längere Zeit zu viel Stress (nicht nur bei der Arbeit) hat und keine Pausen macht.

Typische Anzeichen für ein Burnout sind: 

  • Man fühlt sich ständig müde, selbst nach dem Schlafen.
  • Man hat keine Energie oder Motivation mehr – sogar für Dinge, die man früher gern gemacht hat.
  • Man ist oft gereizt, traurig oder fühlt sich leer.
  • Man kann sich schlecht konzentrieren.
  • Man zieht sich von anderen Menschen zurück.

Körperliche Beschwerden wie Kopfweh, Rückenschmerzen, Schlafprobleme usw. kommen häufig dazu.

Warum passiert ein Burnout? 

Oft liegt es daran, dass jemand zu viel arbeitet, sich zu viele Sorgen macht, sich nie ausruht oder sich ständig unter Druck setzt – z. B. im Job, in der Schule oder durch private Probleme.
In der Regel kommen aber mehrere Punkte zusammen, es liegt selten nur an etwas alleine.

Burnout ist nichts, wofür man sich schämen muss – es zeigt, dass man zu lange zu viel gegeben hat und jetzt wieder auftanken muss.

Wie gross ist IHR Burnout-Risiko?

Von den Psychologen und Burnout-Forschern Ayala M. Pines, Elliot Aronson und Ditsa Kafry wurde ein Test zur sogenannten "Standortbestimmung" entwickelt.
 

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Und was ist eine Depression?

Eine Depression ist eine Krankheit, bei der man über längere Zeit sehr traurig, antriebslos und hoffnungslos ist – und zwar nicht nur für ein paar Tage, sondern über Wochen oder sogar Monate.

Typische Anzeichen für eine Depression sind:

  • Man fühlt sich ständig traurig oder leer.
  • Man hat keine Freude mehr an Dingen, die man früher gern gemacht hat.
  • Man ist müde, hat keine Energie und will oft nur noch schlafen oder gar nichts tun.
  • Man denkt schlecht über sich selbst: „Ich bin nichts wert“ oder „Ich schaffe das alles nicht“.
  • Man hat Schlafprobleme oder schläft zu viel.
  • Man kann sich schlecht konzentrieren.
  • Man hat wenig Appetit oder isst viel zu viel.
  • Manche Menschen haben Gedanken daran, nicht mehr leben zu wollen.


Wichtig: Nicht jeder, der mal traurig oder müde ist, hat gleich eine Depression. Es wird erst dann zur Depression, wenn diese Gefühle lange andauern (mindestens zwei Wochen) und das Leben stark belasten.

Warum bekommt man eine Depression?

Die Gründe können unterschiedlich sein:

  • Starker oder langanhaltender Stress,
  • Verluste (z. B. Tod eines geliebten Menschen),
  • schwere Erfahrungen in der Kindheit,
  • Körperliche Erkrankungen oder Vererbung (Depressionen kommen manchmal in der Familie vor),
  • Hormonelle Veränderungen, z. B. nach einer Geburt.


Depression ist eine Krankheit wie jede andere – niemand ist schuld daran, und man kann Hilfe bekommen. Es ist wichtig, darüber zu sprechen und sich nicht zu verstecken.

Präventionstipps

Kenne dich selbst

Lote deine (physischen und psychischen) Grenzen aus. Finde heraus wo sie sind und überschreite sie nicht, respektiere sie.
Erkenne deine Bedürfnisse und setzt sie um.

Ansprüche richtig setzen

Sei zufrieden mit deinem Leben und deiner Situation. Niemand ist perfekt, auch du nicht und das ist gut so, denn so entsteht Individualität. Du bist gut so wie du bist, denn nur du bist so und du hast deine eigenen Talente und Fähigkeiten.

Nein sagen

Lerne, Nein zu sagen. Du musst nicht alles dafür tun, um jedem zu gefallen. Du kannst auch dazugehören, wenn du etwas mal nicht machst und zu dir selbst stehst. Nein sagen ist OK.

Hilfe zulassen

Nach Hilfe zu fragen ist keine Schande, so zeigst du Grösse. Es zeigt anderen, dass du weisst, wo deine Grenzen sind.
"Einer geht noch" ist kein Selbstschutz und könnte genau der eine sein, der zu viel ist.